Hundekrankheiten – Daran erkennen Sie, ob Ihr Hund krank ist

Gesunder Hund ohne Krankheiten

Ist der Vierbeiner krank, leiden Frauchen oder Herrchen häufig gleich mit. Dabei muss nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgegangen werden. Glücklicherweise handelt es sich oftmals um leichte Erkrankungen und dem Tier geht es bereits nach wenigen Tagen wieder besser. In einigen Fällen können Sie Ihren Hund auch bei der Genesung unterstützen oder ihm zumindest Erleichterung verschaffen. Vielleicht ist auch nicht unbedingt ein Besuch beim Tierarzt notwendig.

Ganz wichtig: Beobachten Sie Ihren Hund

Hundebesitzer müssen aufmerksam sein, um Veränderungen im Verhalten des Vierbeiners zu bemerken. Hunde selbst können sich nicht mitteilen und sind bei Auffälligkeiten vollkommen auf ihr Herrchen oder Frauchen angewiesen.

Krankheiten können zum Beispiel den Magen-Darmtrakt, das Herz-Kreislaufsystem oder den Bewegungsapparat betreffen und gerade zu Beginn müssen nicht immer typische Symptome auftreten. Hier ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, denn solche Erkrankungen erfordern unbedingt den Besuch beim Tierarzt. Das Nichtbehandeln einer Krankheit kann im späteren Verlauf zu Komplikationen führen, schwerwiegende Folgen haben und die Lebensqualität des Hundes erheblich einschränken.

Anzeichen, die auf eine Krankheit Ihres Hundes hindeuten können

Glücklicherweise haben die meisten Hundebesitzer aber ein feines Gespür und bemerken kleinste Veränderungen im Verhalten Ihres Vierbeiners sofort. Folgende Anzeichen können darauf hindeuten, dass mit Ihrem Hund etwas nicht stimmt:

  • Hund trinkt nicht oder verweigert das Futter
  • statt der üblichen Lebhaftigkeit und Bewegungsfreude zieht sich der Hund zurück, ist apathisch und ruht mehr als gewohnt
  • veränderte Bewegungsabläufe beim Gehen, plötzliches Hinken, Humpeln oder Hinterherziehen von Gliedmaßen, Schonhaltung, indem bestimmte Bewegungen vermieden werden
  • Augen sind nicht klar, sondern trüb und gerötet, jucken; Hund reibt sich mit den Pfoten die Augen
  • Juckreiz an oder in den Ohren, Hund schüttelt ständig Kopf hin und her
  • statt festem Stuhl hat der Hund ständig Durchfall
  • Zahnfleisch sieht nicht rosa und gesund aus, sondern ist entzündet oder weiß und blass
  • Fellverlust an bestimmten Stellen
  • Nasentest: ein gesunder Hund hat eine feuchte und kalte Nase, eine warme und trockene Nase deutet auf eine Krankheit hin
  • Hecheln bei normaler Temperatur und ohne sportliche Betätigung ist ungewöhnlich – häufig auch in Verbindung mit Zittern am Körper. Bei diesen Anzeichen sofort zum Arzt!
  • Hund wirkt abgemagert, das Fell ist struppig und glanzlos

Drei häufige Hundekrankheiten

Einige Hundekrankheiten sind der Rasse und Veranlagung bedingt, andere wiederum können bei jedem Hund, unabhängig von Alter und Größe auftreten.  

Durchfall bei Hunden

Eine Störung des Verdauungssystems äußert sich in der Regel durch Erbrechen und Durchfall. Hierfür können verschiedene Ursachen in Frage kommen, beispielsweise eine schlechte Futterzusammensetzung, Allergien auf bestimmte Nahrungsbestandteile oder zu schnelles Fressen. Um der genauen Ursachen auf den Grund zu kommen, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Besonders dann, wenn Durchfall über mehrere Tage hinweg auftritt.

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Arthrose bei Hunden

Hunde aller Größen und Rassen können von Arthrose betroffen sein, eine genetische Veranlagung ist bei einigen Hundearten ebenfalls ursächlich. Eine rechtzeitige Diagnose der Erkrankung ist besonders wichtig, um den Gelenkverschleiß einzugrenzen und zu behandeln. Auch die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle.

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Ohrenentzündung bei Hunden

Eine Entzündung der Ohren tritt bei Hunden häufig auf und kann sich aufgrund ihrer verschiedenen Ursachen in Schwere und Verlauf unterscheiden. Einige Hunderassen wie Shar Pei, Englische Bulldogge oder Bologneser sind aufgrund der Anatomie ihrer Ohren für Entzündungen am Hörorgan prädestiniert.

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Bei länger andauernden, auffälligen und ungewöhnlichen Beschwerden sowie Verhaltensmustern, die auf eine ernsthafte Krankheit hindeuten, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Selbstdiagnosen sind in diesen Fällen fehl am Platz.